Vernadelung
statische Stabilisierung von Rissen in Bauwerken
Das Sanierungsziel ist der dauerhafte Verschluss und die erforderlichenfalls statische
Stabilisierung von Rissen in Bauwerken und deren Einzelbauteilen. Je nach Schadensbild und Bauteil-Funktion kommen verschiedene Verfahren und
Injektionsmaterialien zum Einsatz. Besonders bei kraftschlüssigen Verklebungen und Injektionen bedient man sich unterschiedlich modifizierter Epoxydharze.
Bei steinsichtigen Oberflächen erfolgt der oberflächige Rissverschluss mit dem Gestein angepassten Ersatzmassen. (Steinrestauriermörtel, Betonspachtel u.ä.)
Darüber hinaus verlangen statische Anforderungen zusätzlich eine Verklammerung bzw. Vernadelung durch einharzen von Armierungsmaterial aus V4A oder GFK in die
vorbereiteten, gesäuberten Bohrkanäle.
Zur Verwendung kommen Nadeln aus gerippten Betonstahl in einem Durchmesser von 8-20 mm. Die Überdeckung der Bohrlöcher sollte mind. 25-30 mm betragen.
Restaurierung der Kirche "St. Peter und Paul" in Görlitz.
3-fache Vernadelung der Krabben, oberhalb kleiner Wölbung, große Wölbung Mitte
und unteres Ende des Blatt. Die Bohrungen wurden mit Steinersatzmörtel verschlossen.
Ansicht der Bohrung am unteren Ende des Blattwerkes.
Bohrung oberhalb kleiner Wölbung, mittig der großen Wölbung, im Krabbenschaft.
(Bild - rechts)
Grate - Setzen der Bohrungen für die Vernadelung.
Grate - Setzen der Bohrungen für die Vernadelung.
Krabben - änderung der Lage der Bohrung im Diagonalbereich,
die Lage der Gerüstbeläge ermöglicht keinen
Einsatz der Bohrtechnik.
(Bild - rechts)
Krabben - Verguß der Bohrungen mit Verpreßmörtel.
Die Bohrung für obere Nadel wurde auf der Oberseite gesetzt.
(Bild - rechts)
Die Vernadelung wurde standortbedingt nur am Schaft der
Krabbe ausgeführt.
Grate/Krabben an der Kirche "St. Peter und Paul" in Görlitz.
Zusätzliches Setzen von Nadelankern in Bereichen mit
Rißbildungen. Vorbereitung der Abbruchstelle zum Aufsetzen
der hergestellten Replikate.
(Bild - rechts)